Berlin, 10. September 2026 – Mit einem Auftakt im Cineplex Alhambra in Berlin ist am gestrigen Abend die bundesweite Dialogreihe „KINO & DEMOKRATIE“ gestartet.

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung stand die emotionale Kraft des Films, die im Kinosaal besonders spürbar wird. Gemeinsam durchlaufen die Zuschauer hier dieselbe filmische Dramaturgie und teilen Momente der Freude, Trauer oder Spannung, was zu einer Synchronisation der Gefühle führt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie diese Erfahrungen auch gleich bewerten. Gerade darin liegt eine besondere Stärke des Kinos: Es schafft Gemeinschaft, ohne Gleichheit der Meinungen zu verlangen.

Die Diskussion zeigte außerdem, wie gemeinsame Filmerlebnisse neue Perspektiven eröffnen und Toleranz fördern können. Im anschließenden Austausch entsteht oft ein Gespräch, das Menschen miteinander verbindet. Auch aus politischer Sicht wurde die Bedeutung des Kinos als öffentlicher Begegnungsort betont, der gerade für gesellschaftlichen Zusammenhalt gestärkt werden müsse. Eine historische Einordnung erinnerte zudem daran, welchen Beitrag das Hollywood-Kino nach dem Zweiten Weltkrieg zur Demokratisierung der Bundesrepublik geleistet hat.

„Emotionen im Großformat“ gab es zum Einstieg mit dem exklusiven Screening noch vor dem Kinostart am 19. November von „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes und Amir“ mit Katharina Thalbach und Bardo Böhlefeld in den Titelrollen. Im Anschluss diskutierten Dr. Hauke Lehmann (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Seminar für Filmwissenschaft, Freie Universität Berlin), Martin Rabanus (MdB, Kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion), Dr. Anja Weisgerber (MdB, Stv. Fraktionsvorsitzende für Kultur und Medien der CDU/CSU-Fraktion) und Uschi Protzer (Besucherin des Film Café im Alhambra). Es moderierte die Autorin und Kulturjournalistin Thembi Wolf.

Über „KINO & DEMOKRATIE“

hdfstudio. hat die bundesweite, von der Filmförderanstalt FFA geförderte Dialogreihe „KINO & DEMOKRATIE“ initiiert. In vier Regionen Deutschlands werden unterschiedliche Aspekte der gesellschaftlichen Bedeutung des Kinos diskutiert und durch gemeinsame Filmerlebnisse erfahrbar gemacht. Ziel des Projekts ist es, die gesellschaftliche Relevanz von Kinos sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Filmwirtschaft, Kommunalpolitik und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zu fördern.

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