Berlin, 07. Januar 2026. Die deutsche Kinobranche hat 2025 mit einem starken Weihnachtsgeschäft abgeschlossen. AVATAR: FIRE AND ASH und ZOOMANIA 2 führten das Jahresendgeschäft an; das letzte Dezemberwochenende erreichte mit 2 Millionen Tickets den Jahreshöchstwert. Insgesamt legte der Kinobesuch 2025 nach Zuschauern um 2,2 % hinzu. Das Box Office belief sich auf knapp 900 Millionen Euro. Parallel investieren deutsche Kinobetreibende weiter in moderne Standorte. Für nachhaltiges Wachstum bleibt eine verlässliche Investitionsförderung für die Kinos und eine starke Verleihförderung entscheidend.
Das Gesamtergebnis 2025
Nach vorläufigen Zahlen[1] verzeichneten die deutschen Kinos im Erfassungszeitraum (01.01.2025 bis 31.12.2025) mit 89,2 Millionen Tickets gegenüber dem Vorjahr einen Besuchsanstieg von 2,2 %. Der Gesamtumsatz liegt bei knapp 900 Millionen Euro. Von den 1.007 gestarteten Filmen überschritten 18 Filme die Marke einer Million Besucherinnen und Besucher. Der Marktanteil des deutschen Films nach Besuch stieg im Vorjahresvergleich um 8 Prozentpunkte auf 27% (um 7 Prozentpunkte auf 25% nach Box Office).
- DAS KANU DES MANITU
- EIN MINECRAFT FILM
- LILO & STITCH
- ZOOMANIA 2
- AVATAR: FIRE AND ASH
- DAS KANU DES MANITU
- DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4
- WUNDERSCHÖNER
- DIE DREI ??? UND DER KARPATENHUND
- PUMUCKL UND DAS GROßE MISSVERSTÄNDNIS
Das Kinojahr 2025: Großes Jubiläum, DAS KINOFEST und Investitionen in die Zukunft
2025 feierte das Kino in Deutschland sein 130-jähriges Bestehen und zeigte, dass der traditionsreiche Kulturort Kino das Publikum nach wie vor mit einem vielfältigen Angebot für gemeinsame Filmerlebnisse begeistert. Zahlreiche große Filme, darunter erfolgreiche deutsche Produktionen wie DAS KANU DES MANITU und DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4, zogen ein Millionenpublikum in die deutschen Kinos.
Mit der vierten Ausgabe von DAS KINOFEST im September 2025 wurde erneut ein Rekord gebrochen: 1,65 Millionen Besucherinnen und Besuchern strömten am 13. und 14. September in die deutschen Kinos und sorgten für das besucherstärkste Kinowochenende (Sa/So) des Jahrzehnts. Der Termin für das diesjährige KINOFEST, das gemeinsam von deutschen Kinos und Verleihern organisiert wird, steht bereits fest. Am 12. und 13. September 2026 heißt es wieder: Filme für alle. Kino für alle.
Trotz positiver Entwicklungen steht die Kinobranche weiterhin vor Herausforderungen durch steigende Betriebskosten und einem jährlichen Investitionsstau von 110 Millionen Euro bei der Modernisierung ihrer Standorte. Analysen zeigen, dass Modernisierungen in Technik, komfortable Foyers und Kinosäle die Besucherzahlen um bis zu 30 % steigern und den Kulturort Kino langfristig sichern können.[2]
Eine starke Verleihlandschaft entscheidet darüber, ob deutsche Filme künftig im Markt überhaupt noch wahrgenommen werden. Nur eine erfolgreiche Erstvermarktung im Kino schafft die notwendige Reichweite, kulturelle Wirkung und eine wirtschaftlich erfolgreiche Auswertung des Kinofilms über seine gesamte Wertschöpfungskette.
Deshalb setzen sich der HDF KINO und AllScreens bei der Bundesregierung für ein angemessen ausgestattetes Investitionsförderungsprogramm (Zukunftsprogramm Kino) und eine verlässliche Förderung des Filmverleihs ein.
Christine Berg, Vorstandsvorsitzende HDF KINO e.V.: „2025 war ein solides Jahr für die deutschen Kinos. Wir sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber lange noch nicht am Ziel. Vielfältige Filme, besonders aus Deutschland, haben das Publikum begeistert und starke Kinomomente geschaffen. Damit wir dieses Potenzial weiter entfalten können, braucht es jedoch weiterhin politische Rückendeckung in Form einer verlässlichen Investitionsförderung“, so Berg. „Mit Blick auf 2026 freuen wir uns auf neue Filme und Geschichten, die Menschen wieder gemeinsam vor der großen Leinwand zusammenbringen.“
Peter Schauerte, Geschäftsführer AllScreens e.V.: „Erwartungsgemäß sehen wir für 2025 ein stabiles Ergebnis, es gilt weiter aufzuholen. Für das Kinojahr 2026 sind die Startlisten gut gefüllt. Die Herausbringung von Kinofilmen in einem zunehmend komplexen Marktumfeld für audiovisuelle Inhalte bleibt jedoch die zentrale Herausforderung. Eine starke und finanziell angemessene Verleihförderung ist der strategische Hebel, damit die hohen öffentlichen Mittel in die Filmproduktion überhaupt Wirkung entfalten können.“
- 28 YEARS LATER – THE BONE TEMPLE (15.01.2026)
- DIE DREI ??? – TOTENINSEL (22.01.2026)
- WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE (12.02.2026)
- DER SUPER MARIO GALAXY FILM (02.04.2026)
- DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2 (30.04.2026)
- MORTAL KOMBAT II (07.05.2026)
- THE MANDALORIAN & GROGU (20.05.2026)
[1] Zahlen ermittelt durch Comscore Movies / Rentrak Germany GmbH
[2] „Auswirkungen von Investitionen in die Infrastruktur von Filmtheatern bezüglich Besucher- und Umsatzsteigerungen“, Erhebung der Cineplex-Gruppe, Wuppertal, September 2023